Prototypen aus Kunststoff

Selektives Lasersintern

Beim Selektiven Lasersinter – Verfahren (SLS) handelt es sich um ein Verfahren lokalen Aufschmelzens von pulverförmigem Ausgangsmaterial durch einen CO2-Laser. Der Werkstoff wird schichtweise auf eine Teileplattform aufgebaut.

Mit den vorliegenden Dateninformationen, im STL – Format des 3D-CAD-Modells, wird das Bauteil schrittweise in einem Pulverbett erzeugt. Die Daten steuern den Laserstrahl entlang des Bauteilquerschnittes. Schicht für Schicht erfolgt die Bearbeitung um eine Dicke von 0,1 – 0,2 mm.

Bei der Absenkung der Teileplattform stellt der Pulverbehälter die Pulvermenge für eine weitere Schicht zur Verfügung. Die vom Laser zugeführte Energie wird vom Pulver absorbiert und führt zu einer lokalen Verfestigung des Materials.

Stereolithographie

In der Stereolithographie wird ein lichtaushärtender Kunststoff (Photopolymer) von einem Laser Schicht um Schicht ausgehärtet. Die Stereolithographie ermöglicht eine sehr präzise Fertigung mit sehr feinen Strukturen und glatten Oberflächen.

Das Endprodukt kann als Urmodell für weitere Verfahren z.B. Vakuumguss verwendet werden.

Vakuumguss

Das Vakuumgießen ist eine Abformtechnik zur Herstellung von Kunststoffteilen, welches z.B. Stereolithographiemodelle als Urmodell nutzt.

Dabei wird das Urmodell in Silikon abgeformt und anschließend mit Polyurethangießharzen, die in unterschiedlichsten Materialeigenschaften und Farben verfügbar sind, abgegossen. Einlegeteile aus anderen Werkstoffen können integriert werden. Auch die Herstellung von Mehrkomponententeilen (z.B. Hart-Weich-Komponenten) ist möglich. Die maximale Ausbringungsmenge aus einem Silikonwerkzeug beträgt ca. 15 – 40 Teile (abhängig von Größe, Geometrie und Material des Gießteils).

Vakuumgießteile sind voll funktionsfähige, seriennahe Prototypen mit höchster Maßgenauigkeit sowie Detailtreue. Sie werden als Präsentations-, Design- und Funktionsmuster verwendet